WSV-Mitglied steht auf dem Treppchen

Ski Alpin: Seit 16 Jahren Ebinger FIS-Rennen in St. Moritz

Am vergangenen Wochenende fanden erneut die FIS-Rennen des Wintersportverein Ebingen in St. Moritz statt. Leider brachte Sturmtief „Joachim“ den Zeitplan der Ebinger etwas durcheinander.

Nicht nur im Weltcup hat das Wetter den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nach einem hervorragenden 6. Platz im Super-G in Gröden hatte sich WSV-Mitglied Stephan Keppler in der Abfahrt ebenso gut platziert, bis das Rennen abgebrochen wurde.

Zeitgleich sollten eigentlich die Ebinger Helfer die Pisten für die bevorstehenden FIS-Rennen vorbereiten. Leider wurden sie am Freitag daran gehindert, da Orkanböen bis zu 140 km/h, schlechte Sicht und starker Schneefall die für Freitag vorhergesehenen Aufbauarbeiten verhinderten. Somit stand nur noch der obligatorische Einkehrschwung ins „Steffani“ auf dem Programm.

Samstagmorgen 6.30 Uhr in St. Moritz: Frühstückszeit beim WSV Ebingen. Nach der Stärkung rufte der Berg und die gesamten Aufbaumaßnahmen wurden in Windeseile erledigt. Weltcup-OK-Chef, Martin Berthod, lobte die einmalig gute und schnelle Zusammenarbeit aller Helfer.

Alle Bemühungen waren jedoch vergeblich. Aufgrund miserabler Sicht und sehr weicher Piste musste das Rennen nach nur drei Läuferinnen abgebrochen werden. Die Sicherheit der Läuferinnen stand für alle Verantwortlichen im Vordergrund.

Am Samstagabend lud Siegfried Binder zum traditionellen Empfang mit allen Helfern, Ehrengästen und dem gesamten deutschen Trainerstab ins Hotel Monopol ein. Martin Osswald (DSV-Chef alpin Jugend), Walter Vogel (OK-Chef WM Garmisch), Franz Hofer (TD-FIS) lobten Insgesamt die Ebinger und deren Engagement. Besonders erwähnt wurde der große Eifer der vielen jugendlichen Helfern unseres WSV Ebingen. Als Vertreter der Stadt Albstadt hielt Ingolf Palubitzki, Leiter des Amts für Familie, Bildung, Sport und Soziales, eine kurze Ansprache.

In seiner Ansprache bedankte sich Siegfried Binder bei allen Beteiligten, ganz besonders aber bei den Engadinger Bergbahnen, beim Sportsekretariat St.Moritz, bei seinen Freunden vom SC Alpina St.Moritz und bei der Volksbank Ebingen für deren großzügige Unterstützung. Er hob die Leistung der WSV-Jugend besonders hervor und sprach seine Hoffnung in deren zukünftiges Engagement beim WSV aus. "Wenn uns diese Jugendlichen erhalten bleiben, dann ist mir um die Zukunft vom WSV Ebingen nicht bange."

Nach einer kurzen Nacht fing der Arbeitstag für die Ebinger am Sonntag bereits um 7 Uhr an. Piste präparieren, Zuschauer- und Sicherheitsnetze aufstellen, Start- und Zielbereich aufbauen und den Kurs setzen. Die einzelnen Ressorts und Arbeitseinteilungen funktionierten hervorragend.

Kurz vor 10 Uhr eröffneten die Vorläufer das Rennen um die Albstadt-Pokale. Weltcup-TD und Nachwuchs-Chef vom Schweizerischen Skiverband Franz Hofer gestattete den Ebinger Rennläufern Nando Maag und Marian Urschel, neben weiteren Vorläufern vom Schweizerischen Stützpunkt Engadin, deren Teilnahme als Vorläufer. Beide konnten ihr Können unter Beweiß stellen.

57 Starterinnen aus sieben Nationen lieferten sich packende Kämpfe um die Pokale der Volksbank Ebingen. Bei strahlendblauem Himmel und bester Sicht holte sich Susanne Weinbuchner in einer Gesamtzeit von 2.25.03 den Sieg vor Ihrer Mannschaftskollegin Michaela Wenig (2.25.67) und der Schweizerin Mirena Kueng (2.25.97).

Auf der bestens präparierten Strecke Corviglia-Marguns sicherte sich in der Jugendwertung die Schweizerin Vanessa Kasper (2.27.51) den Sieg vor den beiden Deutschen Alisa Krauß (2.28.26) und Sandra Wess (2.28.31). Mit Alisa Krauß steht erstmals ein Vereinsmitglied des WSV Ebingen, beim FIS-Rennen in St.Moritz, auf dem Treppchen. Seit den Deutschen Meisterschaften 2004, welche durch den WSV Ebingen ausgetragen wurden, ist Vater Stefan Krauß, Marketing-Chef beim Deutschen Skiverband, mit der gesamten Familie Mitglied beim WSV Ebingen.

Bei der Siegerehrung erwähnte Martin Osswald (DSV-Chef alpin Jugend) nochmals, dass die FIS-Tradition des WSV Ebingen auch zukünftig einen festen Bestandteil im DSV-Kalender haben soll. Neue Möglichkeiten für die Saison 2012/2013 wurden von den Verantwortlichen erörtert.

WSV Ebingen, 20.12.2012