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Ebinger Speed-Spezialist fit für weitere Weltcup-Saison
Stephan Keppler schnallt wieder die Skier an. Für den 28-jährigen Speed-Spezialisten vom WSV Ebingen beginnt am Samstag die Weltcup-Saison
mit der Abfahrt im kanadischen Lake Louise.
Lake Louise. Vor einem Jahr ist der Albstädter Skirennläufer mitten in die Weltspitze gerast. Sein zweiter Platz beim Super-G in Groeden überraschte die Experten,
die Presse stand Kopf: Nach 20-jähriger Flaute konnte endlich mal wieder ein Deutscher mit den Assen aus Österreich, der Schweiz, Norwegen und Amerika mithalten.
In den nachfolgenden Rennen bewies Keppler, dass sein Podiumsplatz keine Eintagsfliege war. Er lieferte fantastische Ergebnisse ab, bis er sich auf der
Lauberhorn-Abfahrt in Wengen schwer verletzte und deshalb sogar die Heim-Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen verpasste. Zwar stieg er im März
noch einmal in den Weltcup ein, brauchbare Resultate sprangen aber nicht mehr heraus.
Über als ein halbes Jahr ist seither vergangen. In dieser Saison will er voll angreifen. Die Folgen seiner Verletzung hat er verdaut und erstmals
in seiner Karriere hat ihn in der Vorbereitung sein Kreuz nicht gezwickt. „Ich habe keine gesundheitlichen Probleme, ich bin top-fit“, bestätigt der Wahl-Münchner.
Im Sommer absolvierte er mit seinen Kameraden von der deutschen Nationalmannschaft ein Schneetraining in Südamerika und absolvierte einige Rennen,
vor einer Woche flog er dann nach Amerika und bereitete sich intensiv auf die neue Weltcup-Saison vor. Diese begann gestern mit dem ersten offiziellen Trainingslauf,
dem heute und morgen zwei weitere folgen, falls es das Wetter zulässt. „Es schneit stark und laut Wetterbericht sollen die Niederschläge anhalten“,
berichtete der 28-Jährige aus Kanada. Die Abfahrt am Samstag, die von Eurosport live ab 18.15 Uhr übertragen wird, sieht er nicht in Gefahr.
„Aber schlechtes Wetter kann natürlich das Rennen beeinflussen, da braucht man etwas Glück mit der Startnummer“, erklärt Keppler.
Aufgrund seiner guten Vorjahresresultate ist er in der zweiten Startgruppe gesetzt, in der die Plätze eins bis sieben und 24 bis 30 am Abend
vor dem Rennen ausgelost werden. Sollte es weiter schneien, hofft er auf eine hohe Startnummer, um nicht den Schneepflug spielen zu müssen.
Für ideal erachtet er die derzeitigen Temperaturen. Von minus 20 Grad sei das Quecksilber auf minus zehn gestiegen „und so soll es auch bleiben“, hofft er.
Aufgeweichte Pisten sind ihm ein Gräuel, der Ebinger mag es „bockelhart“.
Sollten die Bedingungen einigermaßen mitspielen, hält er Weltcuppunkte für durchaus realistisch, meint Keppler. Im Vorjahr kam er in der Abfahrt allerdings
nicht über einen 38. Platz hinaus und im Super-G sah er nicht einmal das Ziel. Dieses Mal hat er sich vorgenommen, unter die besten 20 zu fahren
„und wenn es gut läuft, sind auch die Top-15 drin“. Dieser Vorsatz gilt umso mehr für seine Lieblingsdisziplin Super-G, die am Sonntag ausgetragen
und in Eurosport ab 19 Uhr übertragen wird: „Ich will in Lake Louise einen guten Saisonanfang machen.“
ZAK, 24.11.2011, DILI
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